Jeamy Lee



Jeamy Lee ist ein Autor, der um seine eigene Person keinen großen Wirbel veranstaltet und seine Leserschaft nicht mit privaten Details überschwemmt. Laut eigener Aussage ist er da "etwas eigen".
Dies respektiere ich. Deswegen verzichte ich in diesem Autorenportrait auf ein Foto und wähle stattdessen eine Traumvektor-Grafik, die stellvertretend für Jeamy diesen Platz einnimmt und ansatzweise die komplexe und detailreiche Schaffenskraft andeutet, über die dieser Autor verfügt.
Als Verfasser vieler Kurzgeschichten und des Romans "Eva war blond", begann Jeamy seinen Werdegang als Autor bereits in den 90er Jahren.

Mit der "Traumvektor Tetralogie" schuf Jeamy Lee jedoch ein Science Fiction-Werk, das einem die Sprache verschlägt, wenn man sich darauf einläßt.




Zum Inhalt laut Amazon:

Mehr als 650 Seiten erzählen von faszinierenden Welten jenseits unserer Vorstellungskraft.
Welten, in denen weder Raum noch Zeit existieren. Welten, die so anders sind, dass auch jene Wesen sie lange nicht verstehen konnten, die unserem Universum schon vor Äonen den Rücken gekehrt haben, um sie zu erkunden und hinter ihr Geheimnis zu kommen. Nun stehen sie kurz davor, das Rätsel zu lösen, doch dazu bedürfen sie der Hilfe der Menschen.
Doch die Menschheit darf und wird nie etwas davon erfahren.
Diese Auflage wurde mit vielen Links zu Hintergrund- und Zusatzinformationen versehen, um dem Leser, sofern er gewillt ist, die Möglichkeit zu geben, etwas mehr über das geschichtliche, philosophische, soziale und wissenschaftliche Umfeld der handelnden Personen zu erfahren.

Weitere Informationen zur Gesamtausgabe mit genauerer Inhaltsangabe der einzelnen Teile sowie eine Kaufmöglichkeit finden sich HIER.

Natürlich gibt es keinen Leseeindruck, ohne vorher zu lesen. Dazu erhielt ich einige Leseproben, sowie ein Rezensionsexemplar vom ersten Teil der Traumvektor Tetralogie.
Also las ich...und las...und las. In der Regel verarbeite ich in meinen Autorenportraits nur einen kleinen Eindruck der erhaltenen Leseproben. In diesem Fall war das in der geplanten Form nicht möglich.
Die Traumvektor Tetralogie ist komplex, faszinierend und voller Wissen. Jeamy Lee erklärt uns das Universum, indem er ein Neues erschafft. Diesen Roman zu lesen, ist vergleichbar mit einem Logenplatz im Büro einer universellen Göttlichkeit, die gerade dabei ist, das Weltall zu organisieren.
Folglich reichten die Leseproben nicht aus, um auch nur ansatzweise erklären zu können, wie ich diesen Roman finde. Ich tauchte also ein in den ersten Teil und ließ mich in eine neue und spannende Welt entführen.
Ich bin beeindruckt von all dem exzellent recherchiertem Wissen, das Jeamy in diesem Science Fiction-Werk mit uns teilt. 
So wird auf spielerische Weise das Unvorstellbare vorstellbar, das Unmögliche möglich und das Unendliche endlich.
Ich will nicht behaupten, dass ich das Universum jetzt verstehe, aber ich bekam eine winzige Ahnung davon, wieviel mehr dahinter steckt als mir jemals bewußt sein wird. 
Zahlreiche Fußnoten und Weblinks ermöglichen dem Leser, falls gewünscht, einen tieferen Einblick in die Materie.

Klingt nach einem rein wissenschaftlichen Werk?

Nein!

Jeamy Lee schuf eine einzigartige Kombination aus Wissen und Unterhaltung. Die Protagonisten, mit ihren Subpersönlichkeiten, die sich immer wieder einmischen und die feine Prise Humor im Erzählstil machen aus dem Roman insgesamt ein wunderbar spannendes Abenteuer mit Aha-Effekten, die es wirklich in sich haben.

Schliesslich gibt es noch die Kleinschreibung der First-Person-Passagen, in denen Gedanken und Zwiegespräche festgehalten wurden.
In einer Facebook-Gruppendiskussion deutete jemand dieses Stilmittel als Sinnbild für den Menschen als das kleine und relativ unbedeutende Teilchen im Universum, das er ist. Genau so empfand ich es auch. Angesichts der immensen Unendlichkeit, die uns umgibt, sind wir vergleichsweise winzig und unbedeutend. Vielleicht wollte Jeamy uns das damit ein wenig verdeutlichen.

Sollten wir damit falsch liegen, Jeamy, würde ich mich über einen entsprechenden Kommentar freuen :-)

Liebe Freunde der seichten und belanglosen Unterhaltung: Für Euch ist das hier nichts, es sei denn, Ihr wollt mal was Anständiges lesen - etwas, das Eure Fragen beantwortet - etwas, das Euch der Welt und allem drum herum nur ein winziges Stückchen näher bringt. Dann, aber auch nur dann seid Ihr bereit für die Traumvektor Tetralogie.

Schlußendlich gab es sogar für mich noch ein bisschen Gemetzel. Es rollten Köpfe und Männer verloren ihre Männlichkeit. So wurde auch mein primitives Horrorbedürfnis gestillt.

Ein wahrlich vielseitiges Werk, würde ich sagen.

Hier gibt es Informationen rund um die Traumvektor Tetralogie, Leseproben und viel viel mehr für wissbegierige Science Fiction Fans.


Und bevor ich es vergesse: Die Gesamtausgabe gibt es HIER als eBook !!!




 

Kommentare:

  1. ich habe es ebenfalls gelesen und bin begeistert :-)
    dazu sollte ich vielleicht noch bemerken das ich sehr bewandert bin in den naturwissenschaften.
    einfach nur ein sensationelles werk !

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist einfach nur beeindruckend, da kann ich uneingeschränkt zustimmen!

      Löschen
  2. Hallo Carmen,

    danke für deine schönen Worte. Ich kann dieses Portrait nicht oft genug lesen. Es freut mich, dass es dir so gefallen hat. Vor allem, da du ja normalerweise im Horror-Genre unterwegs bist.

    Zur Kleinschreibung: Die Idee dahinter war einfach, die "Urhandlung" kenntlich zu machen. Man findet so, ohne großartig darüber nachdenken zu müssen (wo bin ich?), sofort wieder in den richtigen "Rezipienten-Modus". Man weiß, "das hier ist der Anfang" und "hier herrschen andere Gesetze".
    Man kann in der "Urhandlung" die Entwicklung der, wie du sagst, First-Person [ist es eine oder sind es mehrere? ;)], der in einer Metaebene auch als Platzhalter für die Menschheit fungiert, vom unwissenden Kleinkind (Es) über den quasi neu geborenen, selbstbewussten Menschen/Ausserirdischen? (Ich) zum ... [ja was eigentlich? das wird hier nicht verraten. ;)], miterleben und darüber staunen, was schon eine kleiner Änderung des Blickwinkels (Beobachtung des Geschehens) bewirken kann.
    Und der Mensch als "kleines, unbedeutendes Teilchen" kommt daher natürlich in diesem Erzählstrang besonders zu Geltung.
    Neben dieser "Urhandlung" gibt es viele Nebenschauplätze, die diese Entwicklung begleiten, erklären, vorantreiben, behindern, usw.
    Hoffe, es war halbwegs verständlich, was ich damit sagen wollte. ;)
    Danke noch einmal und liebe Grüße,
    jeamy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für diese anschauliche Erläuterung. Man hat nicht oft die Möglichkeit, mit dem Autor höchstpersönlich über sein Werk zu plaudern. Das finde ich wunderbar :-) Danke dafür!

      Löschen
    2. Mache ich gerne. Es freut mich, wenn ich merke, das Interesse da ist. :)
      (und die Fehler oben einfach wegdenken. Ich sollte die Beiträge mindestens zweimal lesen, bevor ich sie abschicke). ;)

      Löschen
  3. ahja - danke jeamy für dein werk :-)
    es ist auf mehreren "ebenen" zu lesen und zu verstehen !
    meines erachtens hat ein stanislav lem in dir einen überaus würdigen nachfolger gefunden! lem 2.0 gewissermaßen...
    bin schon gespannt auf dein nächstes buch :-)))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für den schönen Kommentar. :)
      Auch ein Danke an den anderen Anonymen Schreiber weiter oben.
      jeamy

      Löschen