James Henry Burson



In meiner Reihe der interessantesten Indie-Autoren möchte ich heute gerne James Henry Burson vorstellen.
Das Leben des 1953 geborenen Autors wurde quasi von Geburt an geprägt durch verschiedene Heime und Pflegefamilien. Dies hatte später auch Auswirkungen auf seine Berufswahl, die ihn eine Ausbildung als Erzieher absolvieren ließ. Diesen Beruf erweiterte er auf Ausbildungen in Gestalttherapie, Transaktionsanalyse und Primärtherapie. Später orientierte er sich aus pesönlichen Gründen jedoch um, unternahm einen kleineren Ausflug in den Autohandel, beschäftigte sich mit HiFi-Technik und lebt seit 1989 bis heute davon, zumeist denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren.
Nebenbei schrieb er die Bücher "Du hast keine Zukunft, nutze sie" Teil 1 und 2.


Teil 1 von "Du hast keine Zukunft, nutze sie" kann man HIER erwerben.

Wer auch in den Genuß von Teil 2 kommen möchte, kann HIER einkaufen.

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James war so nett mir eine Leseprobe zur Verfügung zu stellen.
Gleich die ersten Zeilen haben mich so bewegt, dass ich sie gerne hier zitieren möchte:

Ein bisschen über die Seele reden…

Was ist das Innerste? Dinge, die man nicht verraten darf.
Wenn Tränen sich anfühlen, als würde jemand dein Gesicht streicheln.
Wenn nur das pulsierende Blut in deinen Adern dich wissen lässt, dass du noch lebst.
Wenn dir die Anstrengung den letzten Sinn raubt.
Dann überlässt du dich dem kleinen Tod.
Schlafen, nur noch schlafen.
Wenn das Erwachen dich so erschreckt, dass du dich darüber enttäuscht wieder in die Kissen sinken lässt.
Wenn die Trauer dich immer und immer wieder überkommt.
Wenn die Einsamkeit zur Erfüllung wird.
Dann gibt es dich schon nicht mehr.
Sterben ist der letzte Schritt.
Wer sich umbringt, ist in Wahrheit schon lange tot.

Im weiteren Verlauf der Leseprobe bekomme ich nach und nach einen kurzen aber berührenden Einblick in James' erste Lebensjahre.
Ich muss zugeben, dass ich aufgrund eigener privater Erfahrungen bei den ersten Zeilen fast geweint hätte. Das Gefühl von tiefster innerer Traurigkeit, gepaart mit einer kleinen Prise Humor in den darauf folgenden Zeilen, lässt mich gebannt weiter lesen. 
Schnell wird klar, dass der Autor mit einem stetig andauernden Gefühl von Schuld abrechnet, das sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben zu ziehen scheint.
Die frühen Erinnerungen an seine Kindheit sind einerseits prägend und werden andererseits als völlig unwichtig degradiert, indem James die Namen der Mitglieder seiner Pflegefamilien schlicht und einfach weglässt. Die Personen präsentieren sich mir als "der Mann", "die Frau" und "der Junge".
Lediglich der Heimleiter eines Kinderheimes wird gegen Ende der Leseprobe namentlich genannt, woraus ich schließe, dass diese Person eine größere Rolle im Leben des Autors gespielt haben muss.
Insgesamt war und bin ich, von meinem ersten Eindruck ausgehend, tief berührt. 
James hat eine Art zu schreiben, die eine Unterbrechung beim Lesen unmöglich macht. Die Schreibweise kann ich guten Gewissens als geradeheraus, etwas poetisch mit einer winzigen Portion Humor beschreiben.

Gerne werde ich mich in der nächsten Zeit mit dem kompletten Buch beschäftigen, lieber James. Ich bin voller Respekt für diesen mutigen Seelenstrip.

Ich möchte noch gerne darauf hinweisen, dass James auch bei Facebook zu finden ist. 

Homepage von James Henry Burson 


Lieber James, ich danke Dir herzlich für die wunderschöne Leseprobe und Deinen Besuch auf meinem Blog :-)  
   

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Lieber James, ich hatte erst ein wenig Bammel, dass ich etwas falsch interpretiert haben könnte, aber nachdem die Leseprobe DAS in mir ausgelöst hat, konnte es nur richtig sein. Ich freue mich, dass Du mit meinem Bericht einverstanden bist.

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    1. Carmen, ich sehe mit Freude an deiner Darstellung des Buches, dass du nicht nur gelesen, sondern regelrecht eingetaucht bist, in die Geschichte. Die Steigerung von lesen heißt mitgehen - mitfühlen - das hast du getan. Danke!

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  3. Danke für die respektvolle , achtvolle Vorstellung von James liebe Carmen, die mich erneut sehr berührt, weil ich zur Zeit Teil 2 lese. Du hast alles genau auf den Punkt gebracht, sodass die Leser/innen sich sofort ein Bild darüber machen können. Grossartig :-)
    James, ich verneige mich jetzt schon vor deiner Lebensleistung...
    Danke liebe Carmen, dass du uns Autoren/innen die Möglichkeit gibst, unsere Bücher auf deiner wunderschönen Blogseite zu präsentieren :) LG Ulrike

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  4. Du hast mich richtig neugierig auf dieses wunderbare Buch gemacht. Vielen Dank, liebe Carmen. Ich hoffe, ich kann es mir nächsten Monat kaufen.
    LG Beate

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  5. Gibt es das eBook eigentlich nur als Kindleversion? Das wäre echt schade. Das ist ja schon ein massiver Preisunterschied.
    LG Beate

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    1. Es ist ebenso als Taschenbuch bei Amazon verfügbar. Gruß, James Henry Burson.

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  6. Liebe Beate,

    da bin ich jetzt, ehrlich gesagt überfragt. Ich bin aber sicher, dass James Dir Deine Frage gerne selber beantwortet, wenn Du ihn auf Facebook besuchst :-)

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