Christian Sidjani

 

Dieses Autorenportrait widme ich Christian Sidjani.
Der 1976 in Hamburg geborene Soziologe schreibt bereits seit 25 Jahren. Durch sein reges Interesse an den unheimlichen Dingen dieses Lebens, entstanden so nach und nach ebenso unheimliche Werke, die er selbstständig auf Amazon veröffentlicht. 
In seinen Geschichten, so sagt er über sich selbst, finde sich immer ein Stückchen von ihm wieder.

Seine Geschichten bietet Christian Sidjani für kleines Geld und manchmal sogar auch kostenlos auf Amazon zum Download an. Auf der Suche nach den täglichen kostenlosen eBooks für die Fans meiner Facebookseite von Horror and more bin ich schließlich auf ihn aufmerksam geworden. Gerade ist seine Geschichte "Vom Vater an den Sohn" gratis zu haben. Also schlug ich kurzerhand zu und las sie auch sogleich.

Und nun komme ich zum eigentlichen Grund, warum hier ein Autorenportrait entsteht.
Diese Geschichte hat mir nämlich ausgesprochen gut gefallen.
Zugegeben, sie ist ziemlich kurz. Man kann sie sich bequem bei einer Tasse Latte Macchiato am Rechner reinziehen. Die Wirkung hält jedoch ein wenig länger an.

Wie viele andere Selfpublisher bekommt auch Christian Sidjani das volle Maß der Vorurteile gegenüber Indie-Autoren zu spüren. Oftmals sind die Werke schlecht oder gar nicht lektoriert bzw. korrigiert und finden deswegen von vorneherein keine Beachtung.
Christian Sedjani ist ein Beispiel dafür, dass es es auch anders geht - dass es durchaus Autoren gibt, deren Werke man auch ohne die schützende Hand eines Verlages lesen kann, ohne dass einem schwindelig wird - ohne, dass man ihm einen Duden spendieren möchte. 



"Vom Vater an den Sohn" ist eine kleine aber feine Mystery-Geschichte über einen Füller, der von Generation zu Generation an die Kinder (Söhne) der Familie weiter vererbt wird. Was es genau mit diesem Füller auf sich hat, erzählt Christian Sedjani mit einem für mich sehr angenehmen und warmen Stil, der mich ein wenig an die Geschichten erinnert, die mir früher meine Mutter am Bett erzählt hat. Dabei verzichtet er auf reißerische Wortspiele und actiongeladene Schlüsselszenen. Aber gerade diese ruhige und einfache Art kommt mit einer Wärme daher, die einen dazu bringt, sich zurückzulehnen und weiterzulesen.
Ganz ohne Gemetzel und Schockmomente entfaltet sich hier eine gemütliche Erzählstimmung, die Lust auf mehr macht und schließlich ein nachdenkliches Echo ans Hirn sendet.

Probiert es doch einfach selber aus. Für die etwas besinnlicheren Leser unter uns dürfte Christian Sidjani genau der richtige Autor sein. 

Alle erhältlichen Werke auf einen Blick findet man HIER  

Oder besucht ihn doch am besten gleich auf seiner HOMEPAGE und macht Euch selber ein Bild. 

Kommentare:

  1. Ach Carmen. Denkst du vielleicht auch mal dran, dass ich nur ein Leben habe? Ich kann die Vorurteile gegen Indieautoren absilut nicht verstehen, denn ich habe schon so tolle Geschichten entdeckt. Hätten diese Autoren etwas mehr Unterstützung stünden ihre Bücher auf den Bestsellerlisten.

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    1. Damit hast Du absolut recht! Meine bisherigen Highligts für 2013 stammen (fast) ausschließlich von Selfpublishern.

      Trotzdem werde ich bald mal wieder einen Laymon einwerfen - so ganz ohne Rezensionsstress und nur für mich :-)

      Übrigens lese ich gerade was richtig Gutes. Zuerst hatte ich nicht so wirklich Bock drauf. Du kennst das ja. Klappentext las sich irgendwie doof, Cover gefiel mir nicht, usw.
      Und dann habe ich gestern "nur mal kurz rein geguckt" und habe schon die Hälfte weggefressen.
      Es heißt "Seelentausch" und ist von Martin S. Burkhardt.

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    2. Ahhhh! Du sollst mir nicht immer Tipps geben. Ich muss erst mal sie ganzen Reziexemplare abarbeiten ;)

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