Dienstag, 14. Januar 2014

Am seidenen Faden - Alan M. Clark

amseidenenfaden


Am seidenen Faden: Ein Opfer von Jack The Ripper“ spielt im viktorianischen London.
Der Roman handelt von Catherine (Katie) Eddowes, auch als Mary Ann Kelly bekannt, dem vermeintlichen vierten Opfer von Jack The Ripper.

Als Leser begleiten wir diese Frau auf ihrem Lebensweg, beginnend im zarten Teenageralter und endend als Frau mittleren Alters, ermordet auf der Straße.

In diesem seltenen Fall darf ich ein wenig mehr über dieses Buch verraten, als ich es üblicherweise tue, denn das Ende ist dem Leser bereits bekannt und es besteht keine Spoilergefahr.

Alan M. Clark, der vielleicht sogar einigen Fans als hervorragender Illustrator von mehr als hundert Büchern verschiedener Genres bekannt sein dürfte, beschreibt das Leben von Katie, wie sie es möglicherweise gelebt haben könnte. Die Vorgehensweise finde ich sehr originell.

Zu der Zeit, in der Katie lebte, war es üblich, dass obdachlose Menschen ihren gesamten Besitz bei sich trugen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Polizei weit über fünfzig Gegenstände sicherstellte, nachdem Katies Leiche gefunden wurde.
Anhand dieser Gegenstände, die auch als Kapitelüberschriften fungieren, erzählt Alan M. Clark Katies Geschichte.
Es ist die Geschichte einer Frau, die nahezu nichts außer Hunger und Armut kannte und die lernen musste, sich durchzuschlagen, um in einer für Frauen eher unvorteilhaften Welt zu überleben. Diese Frau war einmal ein stets hungriges Kind, später eine liebende Ehefrau und eine verantwortungsvolle Mutter. Katie war aber auch ehrgeizig und voller Hoffnung auf ein besseres Leben, was letztlich dazu führte, dass sie den zuerst eingeschlagenen Weg verließ. Damit war der Abstieg für die damalige Zeit vorprogrammiert. Es folgten Prostitution, Alkoholsucht und Arbeitshaus. Das Ende ist uns allen bekannt. Katie endete als Mordopfer.

Warum sie bereit war, dieses Schicksal anzunehmen, erzählt der Autor auf packende Weise.

Alan M. Clark nervt den Leser nicht mit viel Blabla und ausschweifenden Formulierungen. Seine Sprache ist klar und knapp, aber es wird alles gesagt, was es zu sagen gibt. So wandeln wir also durch das London aus dem 19. Jahrhundert, sehen den Dreck, riechen den Gestank und haben Hunger. Diese Darstellung ist sehr gelungen und plastisch. Insgesamt ist der Stil aber eher einfach gehalten.

Wer sich ein wenig mit Jack The Ripper befasst hat (und ich bin sicher, einige Nerds haben das), entdeckt ein paar nette Parallelen zu anderen Opfern des Mörders.

So gab es z.B. ein Opfer namens Mary Jane Kelly. Katie nannte sich in den letzten Jahren ihres Lebens Mary Ann Kelly, wurde aber einmal versehentlich als Mary Jane angesprochen. Ihre Tochter nannte sie Annie. Eines der Opfer von Jack The Ripper hieß Annie Chapman.

Am seidenen Faden“ ist ganz sicher kein Horror-Roman, obwohl das Leben zur Zeit der Handlung für die Protagonisten schon einen gewissen Horror dargestellt haben musste. Vielmehr würde ich diese Geschichte in der Abteilung historische Romane ansiedeln. Einige paranormal angehauchte Szenen rechtfertigen jedoch die Kategorie Mystery. Ein Thriller ist es jedoch in meinen Augen nicht.

Der Titel, das zugeordnete Genre sowie das Cover (übrigens auch aus der Kunst-Schmiede von Alan M. Clark) könnten evtl. falsche Erwartungen wecken, die auch durch den Genuss der Leseprobe nicht zerstreut werden. Das könnte dem einen oder anderen Fan sauer aufstoßen. Mit Jack The Ripper hat diese Geschichte eigentlich nur am Rande etwas zu tun. Hier haben wir wieder das berühmte Problem der Massentauglichkeit. Dieser Roman ist für Fans und nicht für „Laufkundschaft“.

Mir persönlich hat dieses Buch gut gefallen, obwohl es absolut nicht mein bevorzugtes Genre ist. Ich habe es trotzdem gelesen, weil ich weiß, was ich von Voodoo Press zu erwarten habe und weil ich ein Fan von Alan M. Clark bin, der mich schon oft mit seinen Illustrationen begeistern konnte.

Fazit:
Am seidenen Faden“ von Alan M. Clark ist ein historischer Roman mit leichtem Mystery-Einschlag, der eindrucksvoll aus dem möglichen Leben einer ermordeten Frau aus dem 19. Jahrhundert erzählt. Trotz abweichendem Beuteschema konnte die Geschichte mich fesseln und darüber hinaus nachhaltig beschäftigen. Wer damit leben kann, dass Jack The Ripper in diesem Roman eine eher untergeordnete Rolle spielt, sollte hier zuschlagen. Der Autor gab dem relativ unbekannten Opfer eines weltberühmten Mörders ein Gesicht und ein Leben.
Ripper-Fans und Horror-Nerds: Nicht euer Ding. Nicht, was ihr womöglich erwartet.

Am seidenen Faden: Ein Opfer von Jack the Ripper bekommt man hier *klick*

Echte Fans besuchen die deutsche Alan M. Clark Fanseite *klick*

Sonntag, 12. Januar 2014

Passenger - Ronald Malfi

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Der „Passenger“ ist der Mann ohne Namen, ohne Erinnerungen und ohne Leben. Er erwacht in einem Bus in Baltimore und besitzt nichts weiter als die nagelneue Kleidung, die er trägt und eine Adresse, die er auf der Innenseite seiner Hand findet.
Nach und nach versucht er, seine Vergangenheit zu ergründen. Warum kann er sich nicht erinnern? Auf seiner Reise zu sich selbst stehen ihm verschiedene besondere Menschen zur Seite und allmählich kommt die Vermutung auf, dass es einen Grund dafür gibt, warum alles so ist wie es ist. Vielleicht darf er sich nicht erinnern.

Ronald Malfi war mir bereits vor dieser Veröffentlichung ein Begriff. Mit „Die Treppe im See“ bewies der Autor, dass er in der Lage ist, einen spannenden Plot zu bauen und den Leser mit unterschwelligem Grauen bei der Stange zu halten.

Passenger“ bewegt sich aber in eine ganz andere Richtung und präsentiert sich erst auf den zweiten Blick als etwas, das man in dieser Form nicht erwartet hätte.
Ist „Passenger“ ein Horror-Roman?
Jein.
Diese Geschichte erzeugt eine sehr individuelle Art der Spannung. Es ist die Sorte Spannung, die man empfindet, wenn man ganz dringend wissen möchte, wie es sich mit der Auflösung verhält und wenn man jeden weiteren Schritt in die korrekte Richtung voll angespannter Erwartung in sich aufsaugt.
Definitiv ist es aber nicht die Spannung, die man bei einem typischen Horrorschmöker empfindet. Der Horror in dieser Story entfaltet sich sehr subtil und ist absolut nicht die Art Horror, die der geneigte Leser evtl. erwartet hätte.

Den Charakter unseres Namenlosen empfand ich als eine seltsame Mischung aus faszinierend und bemitleidenswert. Malfi gelingt es problemlos, eine Beziehung zwischen ihm und dem Leser aufzubauen, so dass die erzeugte verzweifelte Stimmung nicht nur nahezu greifbar erscheint, sondern sich direkt auf den Leser überträgt.
Die gleiche Wirkung ist Malfi auch bei sämtlichen Nebencharakteren gelungen. Jeder „neue“ Mensch im Leben des Namenlosen steht für ein Stückchen Hoffnung und für einen weiteren Schritt zur Auflösung. Ein jeder ist auf seine Art besonders und keinen von ihnen vergisst man nach dem Lesen wieder.

Sprachlich tun sich hier ganz neue Welten auf. Die Beschreibungen sind mitunter ausschweifend und bildhaft, aber nur in dem Maße wie sich Wahrnehmungen in unseren Hirnen tatsächlich abspielen. Malfi gibt exakt das wieder, was man sieht und wie es auf einen wirkt. Oft genug habe ich mich dabei ertappt, wie ich dachte: Ja, genau so und nicht anders empfinde ich bestimmte Eindrücke auch.

Obwohl die Geschichte nicht das ist, was ich zu lesen gewohnt bin, hat mich das Buch gegen meinen Willen komplett für sich vereinnahmt. Die Sprache, die Handlung, die Eindrücke – alles im Normalfall nicht mein Ding. Da möchte ich ganz ehrlich sein. Kein Blut, keine Action, keine intelligenten Wendungen.
Aber warum, zum Geier, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen?
Das Geheimnis liegt in der Faszination der meisterhaft geschaffenen Stimmung, die einen schon in den ersten Zeilen einfängt und einem Charakter, der im Begriff ist, sich aufzulösen, ohne dabei an Deutlichkeit und Wichtigkeit zu verlieren.

Die Auflösung ließ mich schließlich verstehen und zugleich schwer schlucken. Auch das hatte ich so nicht erwartet, aber ich begriff auf der Stelle. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich begriff einfach nur.

Passenger“ ist eines der seltenen Bücher, bei denen mir für eine Rezension fast die Worte fehlen, um auszudrücken, was ich beim Lesen empfand.

Wenn ich jetzt einen Stern abziehe, geschieht das einzig und allein wegen der nicht vorhandenen Massentauglichkeit. Ein reiner Horrorfan, der das Einfache mag und aus purer Unterhaltungslust liest, wird schlicht und einfach mit diesem Roman nichts anfangen können. Das ist schade, aber eine Tatsache. Großen Anklang wird dieses Buch bei den Genuss-Lesern finden, die einen gewissen Anspruch erwarten und Wert auf sprachlich ausgefeilte Werke legen, die allein durch Stimmung und Atmosphäre zu begeistern wissen.

Ich würde diesen Roman nicht als Horror-Roman bezeichnen und auch im Mystery-Genre wäre dieses Werk nicht ganz richtig angesiedelt. Tatsächlich bin ich nicht in der Lage, dieses Buch einem Genre zuzuordnen. Wer mir da auf die Sprünge helfen kann, ist herzlich Willkommen, dies zu tun.

Fazit:
Passenger“ von Ronald Malfi war seltsam, faszinierend und einzigartig – ein Roman, der sich in die Seele brennt, obwohl nicht wirklich viel passiert. Kein Pageturner im eigentlichen Sinne, sondern (für meine Begriffe) eine Art unerklärlicher Wortmagnet. Malfi schreibt wundervoll – so viel ist sicher. Ich empfehle diesen Roman allen Lesern, denen es wichtig ist, mit Seele und Verstand zu lesen und mit allen Sinnen in ein Buch einzutauchen. Popcornleser: Nichts für euch, sorry!

Passenger gibt es hier *klick*

Freitag, 10. Januar 2014

Infam - André Wegmann

infam
Klappentext:


INFAM - Die Nacht hat tausend Augen Es könnte alles so perfekt sein. Sarah, Studentin aus Dover im US-Bundesstaat Delaware, ist frisch verliebt und kann auch noch, zusammen mit ihrer Freundin Denise, einen Job als Babysitter unweit der Stadt ergattern. Die beiden jungen Frauen freuen sich auf die gemeinsame Arbeit und der Vater des Kindes macht einen freundlichen, lockeren und charmanten Eindruck. Doch schon bald, nachdem die beiden Frauen alleine sind, geschehen merkwürdige Dinge im Haus. Schnell ist klar, dass außer ihnen und dem 4-jährigen Sid noch jemand auf dem abgelegenen Anwesen sein muss. Jemand, der Hunger hat und nach ihrem Fleisch und Blut giert. Der Abend verwandelt sich in einen Albtraum und in einen brutalen Kampf um das nackte Überleben. Hüte dich vor der Dunkelheit ... denn die Nacht hat tausend Augen! Der neue Horror-Thriller von André Wegmann. Grusel, Horror, Sex und Spannung. Ab 18!  

Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich bis jetzt alle Werke gelesen habe, die André Wegmann veröffentlicht hat. Seine Horrovisionen, an denen er seine Leser teilhaben lässt, sind mitunter nichts für zarte Gemüter und es geht in jeder Hinsicht schonungslos zur Sache. Infam“ macht da absolut keine Ausnahme. 

Auch hier erwartet den geneigten Leser eine satte Auswahl an brutalen, blutigen Szenen, bei denen jeder Horror-Nerd glänzende Augen bekommt. In Sachen Erotik hat der Autor noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Also kommt der Leser auch hier in den Genuss einiger detaillierter Sexszenen.  

Wegmann ist kein Mann der schwülstigen Worte. Deswegen geht es auch immer relativ direkt und geradlinig zu. Obwohl sich hier und da der eine oder andere Schachtelsatz eingeschlichen hat, liest sich die Story rasant und spannend. Freunde von ordentlich Action und einem durchweg zügigem Tempo dürften mit diesem Roman richtig viel Spaß haben.  

Gruselige Momente gab es nicht unbedingt viele, denn der Roman setzt nicht auf den düsteren Schauer, sondern auf temporeiche Spannung und packende Schockmomente. Allerdings gab es eine Szene in der Küche – ich möchte nicht spoilern, die Insider wissen, was gemeint ist - die mir eine ordentliche Gänsehaut beschert hat.  

Die Idee hinter der Story ist nicht unbedingt neu und mir fiel spontan seine Kurzgeschichte „Sonne des Grauens“ ein, die grundsätzlich eine ähnliche Auflösung bereithält. Allerdings hat „Infam“ mit Sid noch ein zusätzliches Ass im Ärmel. Auch diese Idee ist nicht neu, aber der Junge hat was, muss ich zugeben. Ich hätte ihn wirklich zu gerne abgemurkst. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Charakterzeichnung gelungen ist.  

Meine Kritikpunkte:  
Den Schauplatz Amerika nehme ich der Geschichte nicht so ganz ab. Da hat etwas gefehlt. Ich könnte nicht explizit benennen, was genau nicht gestimmt hat und so unbeholfen es klingen mag: es war mir etwas zu un-amerikanisch. Zusätzlich sind mir hier und da Orthographie- und Grammatikfehler aufgefallen. Die könnte man im eBook aber leicht nachträglich beheben. Auch zwei bis drei kleinere Logikfehler bzw. Ungereimtheiten haben mich zwischendurch stutzen lassen. Es war aber nicht so gravierend, dass es beim Lesen gestört hatte. Dem Vergnügen tat es keinen Abbruch. Und das Ende lässt evtl. eine Fortsetzung zu, die ich sicher lesen würde.  

Von meiner Seite aus wäre an dieser Stelle alles Nennenswerte gesagt, aber Amazon verlangt eine Punktevergabe, mit der ich mich etwas schwer tue. Ich vergebe 3,5 Sterne und runde, aufgrund des genialen Covers von Timo Kümmel auf 4 Sterne auf, um dem System von Amazon gerecht zu werden.  

Fazit:  

Infam“ von André Wegmann besticht durch Spannung, Tempo und Action und ist trotz kleiner Schwächen ein Horrorschmöker, der Spaß macht. Nichts für zarte Seelchen – eher was für mich.

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Montag, 6. Januar 2014

Vollendet - Der Aufstand - Neal Shusterman

vollendetderaufstand


Noch einmal zur Erinnerung:

“Vollendet” ist die Geschichte von Connor, Risa und Lev, die in einer für uns unvorstellbaren Welt in einer komplett neuen Ordnung leben. In dieser Welt gilt das Gesetz der “Charta des Lebens”, welches besagt, dass Eltern ihre Kinder im Alter zwischen 13 und 18 Jahren jederzeit rückwirkend abtreiben und somit für immer loswerden können. Dabei sind die Gründe für die Entsorgung der Kinder jeweils unterschiedlicher Natur.
Connor wurde seinen Eltern auf Dauer einfach zu unbequem. Risa, ein Waisenkind, soll aus Kostengründen verschwinden und Lev ist ein sogenanntes Zehntopfer, dessen Bestimmung aus vermutlich religiösen Gründen bereits seit seiner Geburt feststand. Alle drei teilen das gleiche Schicksal. Sie erwartet der Abtransport in ein Ernte-Camp, wo ihre Körper zu fast 100% für interessierte Käufer wiederverwertet werden sollen.

Bereits dieser erste Teil begeisterte und fesselte mich, so dass ich mich gar nicht lange bitten lassen musste, auch den zweiten Teil zu lesen.

Inzwischen hat sich in der Welt unserer drei Protagonisten einiges getan.
Risa gilt als Behinderte und darf nicht mehr umgewandelt werden. Levs Organe sind kontaminiert, so dass auch er die Gefahr der Umwandlung nicht mehr fürchten muss. Connor ist für die Öffentlichkeit tot und somit auch kein Kandidat mehr für eine Umwandlung.

Inzwischen wurde das höchstmögliche Alter für eine Umwandlung auf 16 Jahre herabgesetzt. Einerseits müssen die Kids nun zwei Jahre weniger um ihr Leben bangen. Andererseits werden die Organe knapp und dementsprechend floriert die Piraterie unter den Händlern.

Die Geschichte wird insgesamt durch drei weitere Protas in Form von Miracolina, Starkey und Cam ergänzt. Diese drei treffen über kurz oder lang auf unsere guten Bekannten aus dem ersten Teil. Damit fließt dann wieder alles zu einem Ganzen zusammen. Und dieses Ganze hat es wieder gehörig in sich.

Bereits im ersten Teil hatte mich die emotionale Tragweite dieser Dystopie mit Pauken und Trompeten vom Platz gefegt. Ganz ehrlich, ich habe mich mit einer hochgezogenen Augenbraue an Teil zwei begeben, weil ich dachte: Ach, wieder so ein Lücken füllender zweiter Teil, der nur geschrieben wurde, um Teil drei einzuläuten. Aber nichts von alledem. Dieser Teil steht dem ersten in nichts nach. Im Gegenteil.

Auch hier erschlägt Neal Shusterman den Leser wieder mit einer atemberaubend gut geschriebenen Geschichte, tollen Charakteren und einer Fülle an Emotionen, die einen während der gesamten Lektüre permanent am Wickel haben. Kritik am Schreibstil, in den man sich angeblich nur schwer hineinfinden kann, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Auch in diesem Teil fand ich kinderleicht in die Geschichte hinein und nur schwer wieder hinaus.

Fazit:
„Vollendet – Der Aufstand“ von Neal Shusterman ist ein mehr als würdiger zweiter Teil der Trilogie, der, abgesehen vom eher langweiligen Covermotiv, richtig tief geht. Diese Dystopie, die eher für Jugendliche angedacht war, ist selbst für Erwachsene mitunter harter Tobak. Wer gerne mal Abseits vom Splatter-Horror eine wirklich mitreißende und aufwühlende Geschichte lesen möchte, ist mit „Vollendet“ sehr gut bedient. Dieses Buch ist ein nervenzerfetzender, hemmungslos emotionaler Pageturner.

Vollendet – Der Aufstand kann hier bestellt werden *klick*